Über 100 offene Ansiedlungsanfragen

Über 100 Ansiedlungsanfragen - das Potenzial ist gross

Das City-Management Luzern verzeichnet derzeit über 100 Ansiedlungsinteressenten – von der lokalen Boutique bis zum internationalen Retailer, von der kurzfristigen Pop-up-Nutzung bis zur langfristigen Standortabsicht. Ein starkes Zeichen für die Attraktivität und Lebendigkeit der Stadt. Ein paar Fragen dazu an City-Manager, Erich Felber:

Was sagt die Zahl von über 100 Ansiedlungsinteressenten über die Attraktivität der Luzerner Innenstadt aus?
Die Zahl unterstreicht die Attraktivität der Innenstadt und zeigt, dass Luzern ein sehr gutes Pflaster ist, um unternehmerische oder kreative Ideen umzusetzen. Im Städtevergleich steht Luzern hier ausgesprochen gut da. Gleichzeitig trägt der niederschwellige Zugang zum City-Management dazu bei, einen zusätzlichen Nachfragesog zu erzeugen. Oft hören wir: «Wir getrauen uns noch nicht, direkt auf ein Onlineinserat zu reagieren, und möchten unser Vorhaben zuerst mit euch spiegeln.»

Welche Konzepte stechen besonders hervor – und wo bestehen trotz der Vielzahl an Anfragen weiterhin Lücken?
Bemerkenswert ist die grosse Bandbreite der Konzepte. Besonders auffällig sind die zahlreichen und vielversprechenden Anfragen im Gastronomiebereich (ca. 20%). Gleichzeitig beeindruckt der Mut vieler Gründerinnen und Gründer, neue Wege zu gehen und sich eine eigene Existenz aufzubauen.

Wie wird mit der Vielfalt der Anfragen umgegangen? Nach welchen Kriterien erfolgt Unterstützung oder Priorisierung?
Grundsätzlich werden alle Anfragen mit dem gleichen Engagement begleitet. Je aktiver und konkreter der Austausch seitens der Interessenten erfolgt, desto gezielter kann auch unterstützt werden. Eine enge Zusammenarbeit ermöglicht es, Standorte, Konzepte und Rahmenbedingungen optimal aufeinander abzustimmen.

Aus welchem Umfeld stammen die Anfragen überwiegend – lokal, national oder international?
Ein grosser Teil der Anfragen stammt von lokalen oder nationalen Anbietern. Internationale Konzepte arbeiten häufig mit eigenen Maklern. In solchen Fällen bringt das City-Management Luzern den Standort aktiv ins Spiel und stellt weiterführende Informationen zur Verfügung. Zudem werden auch gezielt Konzepte akquiriert, die strategisch gut zur Innenstadt passen.

Was bedeutet die hohe Zahl an Ansiedlungsanfragen für bestehende Geschäfte? Entsteht mehr Konkurrenz oder vor allem zusätzliche Frequenz und neue Synergien?
Im Ökosystem einer Innenstadt sind die verschiedenen Angebote voneinander abhängig. Neue Konzepte bedeuten nicht primär zusätzliche Konkurrenz, sondern vor allem eine vielseitigere Angebotsstruktur. Diese Vielfalt stärkt die Attraktivität der Innenstadt insgesamt und führt langfristig zu höheren Frequenzen und zusätzlichen Synergien.

Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit mit Eigentümerschaften und Immobilienvermarktungen vor dem Hintergrund dieser zahlreichen Anfragen?
Viele Eigentümerschaften und Immobilienvermarktungen erkennen mittlerweile die Rolle des City-Managements als niederschwellige, koordinierende Drehscheibe mit Blick auf eine breit genutzte, lebendige Innenstadt. Die Zusammenarbeit basiert auf Professionalität, Vertrauen und Diskretion. Gleichzeitig gibt es vereinzelt noch Zurückhaltung oder Unklarheiten bezüglich der Rolle des City-Managements. Hier wird kontinuierlich Aufklärungs- und Beziehungsarbeit geleistet – mit dem Ziel, das gemeinsame Verständnis weiter zu stärken.

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