Spannende Zwischennutzung an der Obergrundstrasse

Interview mit Karyna Herrera - eine der Initiantinnen von makeArt room

An der Obergrundstrasse 17 ist seit Februar 2026 im Rahmen einer Ausschreibung von Visarte Zentralschweiz eine spannende Zwischennutzung entstanden. Die Artist Group Art Matters hat die Möglichkeit erhalten, den Raum zu günstigen Konditionen bis Ende März 2027 zu benutzen. Mit der Eröffnungsausstellung «DAZWISCHEN» mit Arbeiten von Emily Hildebrand, Ximena Gómez, Karyna Herrera, Lee Lichtenstein und Zeljka Micanovic wurde der autonome makeArt room erfolgreich eröffnet. Unter anderem sind fünf Einzelausstellungen der Mitglieder der Art Matters Group geplant.

Zudem wird der makeArt room während der gesamten Zeit als Atelier genutzt und versteht sich als autonomer Raum. Kunstschaffende sowie Musikerinnen und Musiker können den Raum auf Anfrage für Workshops, Ausstellungen oder Konzerte nutzen. Grundlage dafür bildet ein Reglement, das eingehalten werden muss.

Die nächste Veranstaltung findet am 20. Mai statt: ein Impro-Performance-Sound-Festival, kuratiert von den Musikerinnen Julia Süess, Ksenija Franela und Isabel Dietrich.

Karyna Herrera, seit Anfang Jahr besteht im Erdgeschosslokal an der Obergrundstrasse 17 eine Zwischennutzung. Was hat Sie dazu bewogen, diesen Raum zu beleben?

Die Zwischennutzung wurde von Art Matters übernommen. Aus organisatorischen und finanziellen Gründen wurde der makeArt room ins Leben gerufen. Der Raum ist als Atelier und autonomer Ort konzipiert.

Art Matters möchte Luzerner Kunstschaffenden sowie Musikerinnen und Musikern die Möglichkeit geben, den Raum für Kreativität und künstlerische Entfaltung zu nutzen. Autonom bedeutet in diesem Zusammenhang, dass der Raum eigenständig und verantwortungsvoll von externen Kunstschaffenden sowie Musikerinnen und Musikern genutzt wird.

Ende Februar bis Ende März fand im makeArt room die erste Ausstellung statt. Wie ist diese verlaufen?

ArtMatters haben den Raum im Februar 2026 übernommen und zunächst viel Arbeit investiert: Licht und Wände mussten eingerichtet, das Atelier sowie die Infrastruktur für Veranstaltungen aufgebaut werden. Wir hatten viele Gespräche und einen grossen administrativen Aufwand. Wir haben aber grosse Freude über diese Möglichkeit und sind sehr dankbar dafür.

Gemeinsam haben wir auch ein Rahmenprogramm mit Kunstschaffenden und Musikerinnen vorbereitet. Wir haben uns sehr über das Interesse des Publikums gefreut.

Die Musikerin Ksenija Franeta, Master in Interpretation of Contemporary Music, präsentierte die Musikperformance «The Silenced» von Jason Eckardt, USA.

Emily Hildebrand, Kunstschaffende und Moderatorin, hat das Forumsgespräch «Der Geist der Entdecker_innen, Neugier als Zwischenraum» vorbereitet.

Teilnehmende waren:

Ximena Gomez, Artist / Sound
Prof. Dr. Mitch Levesque, Forscher
Eric Facon, Swiss Culture Journalist, Kulturstammtisch, dial-nits podcast
Daniela Hediger, Curator, Artist
Lara Sutter, Curator, Graphic Designer
Raphael Urwider, Poet, Musician
Christoph Koch, Artist

Sind bereits weitere Ausstellungen geplant, und wann finden diese statt?

Die nächste Veranstaltung findet am 20. Mai statt: ein Impro-Performance-Sound-Festival, kuratiert von Julia Süess, Ksenija Franela und Isabel Dietrich.

Darüber hinaus führen wir einen Kalender, in den sich Kunstschaffende intern wie extern eintragen können. Wenn Termine frei sind, kann der Raum im Rahmen des Reglements genutzt werden.

Bereits geplant sind mehrere Veranstaltungen zwischen August und März, darunter fünf Einzelausstellungen. Auch externe Projekte sind vorgesehen, etwa eine Ausstellung des Luzerner Fotografen Vinicio Barreno im Januar sowie ein Projekt von Gian Kägi im Februar. Dolia Imhof macht eine Fotoausstellung im Mai – Juni.

Zusätzlich sind Workshops und weitere Formate geplant, deren Daten teilweise noch offen sind.

Wissen Sie bereits, wie lange Sie das Lokal nutzen können?

Leider ist die Nutzung auf ein Jahr begrenzt und vertraglich bis Ende März 2027 festgelegt. Wir würden das Projekt sehr gerne weiterführen und hoffen, künftig einen ähnlichen Raum zu vergleichbaren Konditionen zu finden.

Ist der makeArt room bereits vollständig ausgelastet? Wie können Interessierte mit Ihnen in Kontakt treten?

Es gibt noch einzelne freie Zeitfenster. Anfragen sind jederzeit willkommen. Zusätzlich steht ein Kellerraum für Arbeiten zur Verfügung, die mehr Platz oder robustere Bedingungen benötigen.

Kontaktaufnahmen sind per E-Mail (mail@make-art-room.ch) oder über Instagram möglich. Eine eigene Website mit Kontaktformular (www.make-art-room.ch) ist in Planung.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft des Projekts?

Wir würden uns mehr Besucherinnen und Besucher wünschen, die sich für Kunst und Musik interessieren. Unser Ziel ist es, die kulturelle Diversität in Luzern sichtbar zu machen und weiteren Kunstschaffenden eine Plattform zu bieten.

Der makeArt room soll neben den geplanten Ausstellungen eine Plattform für neue Ideen und für neues Ausprobieren sein.

Das Team der Artist Group Art Matters mit Emily Hildebrand, Karyna Herrera, Lee Lichtenstein, Ximena Gómez Della Valle, Zeljka Micanovic

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