Secondhand folgt auf Luxus - Fundachenverkauf.ch eröffnet am Kapellplatz

PopUp: Fundsachenverkauf am Kapellplatz

Ein besonderes Geschäft zieht in die Luzerner Innenstadt: fundsachenverkauf.ch eröffnet ab dem 15. November beim Kapellplatz.

Seit 2005 kauft und verkauft das Unternehmen verlorene oder liegengebliebene Gegenstände – von Uhren, Schmuck und Technik über Outdoor-Artikel bis hin zu Secondhand-Kleidung. Jedes Stück hat seine Geschichte, jedes erzählt von kleinen Missgeschicken, aber auch von neuen Chancen.

Mit dem Motto «Fundsachen bewegen» haucht das Team den Dingen neues Leben ein – und zeigt auf sympathische Weise, dass Nachhaltigkeit nicht nur sinnvoll, sondern auch spannend sein kann.

Wir freuen uns, dass fundsachenverkauf.ch Luzern bis mindestens Juni 2026 bereichert – und wünschen einen erfolgreichen Start sowie viele bewegende Geschichten!

 

Interview mit Roland Widmer, Inhaber von fundsachenverkauf.ch:

Sie heissen fundsachenverkauf.ch – Ihr Kerngeschäft ist also online. Zusätzlich betreiben Sie eine Filiale in Wollishofen. Warum setzen Sie überhaupt auf «Offline» – und weshalb jetzt Luzern?
Unsere Produkte sind so vielfältig wie kurios – man muss sie sehen, anfassen und erleben. Viele Artikel existieren zudem nur ein einziges Mal. Für einen klassischen Onlineshop lohnt sich der Aufwand daher meist nicht.

Zu Luzern: Wir suchten bewusst einen zweiten Standort, um unser Sortiment sichtbarer zu machen. Wir hatten verschiedene Optionen, doch die Attraktivität von Luzern sowie die gute Erreichbarkeit von unserem Hauptsitz in Adliswil (ZH) sprachen klar dafür. Zudem passt unser Sortiment hervorragend zu Luzern: Der Mix aus Tourismus und Einheimischen stimmt für uns. Und ja – ein bisschen Glück gehörte dazu, dass wir gerade diesen prominenten Standort gefunden haben.

Wie gelangen die Artikel überhaupt in euren Secondhand-Shop?
Fundsachen dürfen nicht sofort weiterverkauft werden. Es gelten klare gesetzliche Vorgaben. Wir übernehmen die Gegenstände erst nach einer Aufbewahrungsfrist von ein bis drei Monaten – abhängig vom Wert. Wir arbeiten mit zahlreichen Partnern zusammen: Verkehrsbetriebe, Logistikzentren oder auch Flughäfen.

Was passiert, wenn jemand einen Gegenstand in Ihrem Laden entdeckt und behauptet, er oder sie sei die ursprüngliche Besitzerin / der ursprüngliche Besitzer?
In diesem Fall müssen wir den Artikel selbstverständlich herausgeben – vorausgesetzt, der Anspruch kann glaubhaft belegt werden. Das geschieht zum Beispiel über eine Verlustmeldung, Fotos oder eine genaue Beschreibung besonderer Merkmale. Zudem darf der Verlust nicht länger als ein Jahr zurückliegen.

Was sind die kuriosesten Stücke, die Sie je verkauft haben?
Da gäbe es viele! (lacht) Aktuell besonders speziell: «Oma’s Gallensteine» aus dem Jahr 1966 – tatsächlich bei uns im Sortiment.

Was findet man bei euch grundsätzlich alles?
Eine vollständige Liste wäre endlos. Grundsätzlich alles, was verloren gehen kann – und interessant genug ist, um ein zweites Leben zu verdienen. Dazu kommen auch Produkte, die wegen kleiner Materialschäden nicht mehr regulär verkauft werden können (z.B. auch Weine). Bei uns gilt: lieber weiterverwenden als wegwerfen.

Sie bleiben voraussichtlich bis Sommer 2026 in Ihrem Pop-up-Standort. Wie sieht die Zukunft danach aus?
Der Pop-up gibt uns die Chance zu testen, wie unser Konzept in Städten ankommt. In den nächsten Wochen wird sich zeigen, ob wir auch über den Sommer hinaus in Luzern bleiben wollen. Wir stehen dazu in engem Austausch mit dem City-Management Luzern – und haben unser Interesse bereits angemeldet (schmunzelt).

 

Roland Widmer (links) mit seinem Nachfolger Salvatore Vella

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